
Workshops für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander
Als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gestalten wir das soziale Klima an unserer Schule aktiv mit. Mit vielfältigen Projekten und Workshops stärken wir das Bewusstsein für Toleranz, Gerechtigkeit und ein respektvolles Miteinander. Zwei besondere Workshops standen dieses Schuljahr für die 6. und 7. Klassen im Mittelpunkt.
Workshop für die 6. Klassen: Vom Zuhören und Dazugehören
Unsere 6. Klassen nahmen im Dezember 2024 erstmals am Präventionsprogramm „Vom Zuhören und Dazugehören“ teil, das von der Werkstatt für Demokratieförderung entwickelt wurde. Diese Initiative setzt sich seit 2019 für die Förderung eines diskriminierungsfreien gesellschaftlichen Klimas ein und arbeitet mit innovativen Ansätzen, um Kinder, Jugendliche und Fachkräfte zu sensibilisieren.
An zwei Tagen führten zwei erfahrene Theaterpädagog:innen mit jeder Klasse jeweils eine Doppelstunde durch. Mit Hilfe theaterpädagogischer und inklusiver Methoden wurden die Kinder behutsam an schwierige Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Mobbing herangeführt. Ziel des Workshops war es, die Empathie und das Verantwortungsbewusstsein der Kinder zu stärken sowie ihnen Handlungsoptionen für diskriminierungsfreie Situationen zu vermitteln.
Besonders wirkungsvoll war der Ansatz, die Schüler:innen spielerisch für das Thema zu sensibilisieren und Perspektivwechsel zu fördern. Während junge Menschen oft noch keine gefestigten Vorurteile haben, konnten sie durch diese Methoden Widersprüche zwischen unfairen Handlungen und grundlegenden Werten wie Fairness und Gleichheit klar erkennen.
Workshop für die 7. Klassen: Identität und Diskriminierung
Die 7. Klassen beschäftigten sich im Oktober 2024 im Workshop „Identität und Diskriminierung“ mit Fragen, die unser Zusammenleben grundlegend prägen:
- Was macht unsere Identität aus?
- Wie erleben wir Diskriminierung?
- Welche Rolle spielen Vorurteile, und wie können wir sie hinterfragen?
Organisiert wurde dieser Workshop in Zusammenarbeit mit der KUBI Gesellschaft für Kultur und Bildung gGmbH. Referentin Gelincik Tuzcu, Projektleiterin des Programms MOND („Migrant:innen-Organisationen – Netzwerk für Demokratie“), leitete den Workshop. Mit interaktiven Methoden wie dem Meinungsbarometer regte sie die Schüler:innen an, sich kritisch mit ihrer eigenen Haltung auseinanderzusetzen, mutig ihre Meinungen zu vertreten und sich gegen Diskriminierung starkzumachen.
Die Schüler:innen erfuhren, dass unsere Identität viele Facetten haben kann und dass diese durch die Menschenrechte geschützt sind. Gleichzeitig wurde ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie leicht unbewusste Vorurteile entstehen können und wie wichtig es ist, diese zu hinterfragen.
Ziel des Workshops war es, die Jugendlichen nicht nur für Diskriminierung zu sensibilisieren, sondern sie auch zu befähigen, aktiv für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander einzutreten.


Nachhaltige Projekte für die Schulgemeinschaft
Als Schule ist es unser Anspruch, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Werte. Durch die Zusammenarbeit mit externen Expert:innen wie KUBI oder der Werkstatt für Demokratieförderung und das Engagement unserer Lehrkräfte schaffen wir eine Lernumgebung, die Demokratie, Toleranz und Respekt fördert. Unsere Schule plant, die Workshops für die 6. und 7. Klassen jährlich durchzuführen, um nachhaltig ein Bewusstsein für Vielfalt und Respekt zu schaffen.